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Lebensbaum düngen: 10 Tipps für gesunde grüne Thujen

Prächtige Lebensbäume erfüllen jeden Gartenbesitzer mit Stolz. Damit Thuja occidentalis herrlich wächst und gedeiht, muss die Pflanzenpflege regelmäßiges Düngen beinhalten.

Wenn Nährstoffe fehlen, macht sich dieser Umstand an einem weniger schönen Erscheinungsbild bemerkbar und die Gewächse neigen zu Krankheiten und Schädlingsbefall.

Thuja und Lebensbaum richtig düngen heißt, über die Bedürfnisse der zur Ordnung der Koniferen und zur Familie der Zypressengewächse gehörenden Pflanzen Bescheid zu wissen und ihre speziellen Wünsche zu berücksichtigen. Nachfolgende Liste beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema: „Lebensbaum düngen“.

10 Tipps für gesunde und grüne Thujen:

1. Gibt es Unterschiede zwischen Hecken- und Einzelpflanzung?

Bei einer Hecke wird pro Exemplar mehr Dünger benötigt als für einen Solitär, dem mehr Platz zur Verfügung steht. Damit Pflanzen, die eng beisammen wachsen, nicht kräftezehrend miteinander konkurrieren, sollte im Vergleich zur Einzelpflanzung mehr Dünger eingesetzt werden.

2. Welche Nährstoffe brauchen Lebensbäume?

Ohne Nährstoffe kann keine Pflanze überleben. Bei Thujen sind es vorrangig Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Phosphor, Kalk, Magnesium, Eisen sowie die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink, die benötigt werden. Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff ziehen die Pflanzen aus der Luft und aus dem Wasser. Die anderen Nährstoffe muss der Boden bereithalten, in der Regel mit der Unterstützung eines Düngers.

3. Welcher Dünger eignet sich für Thuja?

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Nadelgehölze bevorzugen prinzipiell ein leicht saures Milieu. Dünger für Thuja sollte deshalb auf diese Besonderheit abgestimmt sein. Der Handel bietet eigens Düngemittel für Koniferen an, die sich für Thuja occidentalis bestens eignen. Manche Hobbygärtner verwenden übrigens Blaukorn und erzielen damit gute Resultate.

4. Müssen frisch gesetzte Lebensbäume gleich gedüngt werden?

Containerpflanzen sind für die Anfangszeit zumeist ausreichend mit Dünger versorgt. Wurzelnackte Gewächse benötigen dagegen eine baldige Zugabe. Aber besser erst nach vier Woche mit dem Düngen beginnen, nachdem sich die ersten Feinwurzeln gebildet haben.

5. Wann Thuja düngen?

Die geeignete Zeit zur Düngung von Thuja occidentalis liegt im Frühjahr, insbesondere bei der Nutzung eines Langzeitdünger. Wird erst später im Hochsommer gedüngt, dauert es bis zum Herbst, bis die Nährstoffe vollständig in den Zellen angekommen sind. Dann wird zu ungeeigneter Zeit ein Wachstumsschub ausgelöst, der zu einem verstärkten Austrieb führt. Da diese jungen Triebe nicht mehr bis zum Winter ausreifen, besteht für sie Frostgefahr.

6. Wie viel Dünger verwenden?

Es empfiehlt sich, die Herstellerangabe zu beachten. Normalerweise sind Dünger mit Hinweisen zum optimalen Gebrauch versehen. Bei der Verwendung von Blaukorn geht man im Allgemeinen von einer Menge von 50 g (etwa eine Hand voll) pro Quadratmeter und Düngesaison aus.

Der Nährstoffgehalt des Bodens spielt eine wichtige Rolle, denn ein bereits gut mit Nährstoffen versehener Boden benötigt weniger Dünger. Als hilfreich erweist sich eine Bodenuntersuchung, die auch den ph-Wert ermittelt.

7. Ist eine weitere Düngung im Jahr notwendig?

Verfügt das im Frühjahr eingesetzte Produkt über eine Düngewirkung von lediglich 3 Monaten oder weniger, bedarf es zusätzliche Maßnahmen. Im Juli kann Magnesiumdünger zweckmäßig sein, der sich günstig auf die Photosynthese auswirkt.

Magnesiummangel zeigt sich an hell gewordenem Laub. Im Handel werden derartige Produkte oftmals als Bittersalz angeboten. Es handelt sich für gewöhnlich um einen mineralischen Stickstoff-Magnesium-Dünger speziell für Nadelgehölze, um braune Verfärbungen an den Gewächsen zu vermeiden.

8. Eignet sich Kompost für Thuja occidentalis?

Im Garten selbst produzierter Kompost bekommt Thujagewächsen außerordentlich gut, denn er verfügt über ein breites Spektrum an Nährstoffen. Kompost liefert darüber hinaus Humus, der die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens steigert.

Da Thujen relativ viel Wasser benötigen, stellt eine hohe Feuchtigkeitsspeicherung am Standort einen weiteren Pluspunkt für sie dar. Der Kompost sollte um die Pflanzen verteilt und etwas in den Boden eingeharkt werden. Beim Einsatz von Kompost genügt in der Regel eine zusätzliche Stickstoff-Düngung.

Wer ganz auf Mineraldünger verzichten möchte, kann auf Hornspäne oder Hornmehl zurückgreifen. Horndünger sind ideale Stickstofflieferanten, wobei Hornmehl den Stickstoff schneller freisetzt und Hornspäne eher zu den Langzeitdüngern zählen. Was die Menge betrifft, raten Experten zu etwa 100 g pro Quadratmeter und Jahr. Von einer Stickstoff-Düngung nach dem Spätsommer wird jedoch abgeraten.

9. Wie wird gedüngt?

Flüssigdünger lässt sich am einfachsten mit der Gießkanne ausbringen. Handelt es sich um Dünger in Granulatform, sollte er rund um den Wurzelbereich der Lebensbäume ausgestreut werden. Anschließend in die Erde einarbeiten und kräftig gießen, damit sich die Nährstoffe so schnell wie möglich auflösen und den Gewächsen zur Verfügung stehen.

10. Was gibt es sonst noch zu beachten?

Kunstdünger darf nicht mit grünen Pflanzenteilen in Berührung kommen. Der direkte Kontakt mit dem schuppigen Laub führt zu Verbrennungsschäden. Das Motto: „Viel hilft viel“, lässt sich nicht auf das Düngen von Thuja occidentalis Hecken übertragen. Lieber mit dem Dünger etwas sparsamer umgehen. Eine Überdüngung kann, ähnlich wie Streusalz, zu braunen und gekräuselten Triebspitzen führen.

Publiziert in: Tipps
{ 3 Kommentare… add one }
  • Marc 13. Juli 2017, 06:03

    Hallo.
    Ich habe im März und im Mai jeweils 50m Thuja Brabant in 50cm Abständen eingepflanzt, die letzteren eingepflanzten weisen jetzt einige braune Stellen auf. Bewässerung läuft mit Gar*… Tropfschlauch. Sollte ich jetzt noch einmal düngen?

    freundliche Grüße

  • Steffen 25. September 2016, 12:08

    Ich habe den Fehler gemacht und meine Hecke im August geschnitten. Es wurde sehr heiß an den nächsten Tagen. Nun ist meine Hecke sehr braun geworden.
    Kann ich sie wieder gesund bekommen?

    • Klaus 25. September 2016, 12:20

      Hallo Steffen,
      versuch erst mal, die Hecke ordentlich zu bewässern, vielleicht hilft das schon. Im nächsten Frühjar kräftig düngen, vielleicht rettest du die Hecke dann. Wenn du Humusdünger verwendest, kannst du den jetzt im Herbst auch noch einbringen, aber nicht zu viel. Hast du vielleicht zu kurz geschnitten? Dadurch werden Thuja Hecken auch schnell braun.
      Viel Glück Gruß Klaus

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